Ulrike Borst, Andrea Lanfranchi, Bruno Hildenbrand, Ulrich Clement, Eia Asen

Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen

Therapeutischer Umgang mit einem Dilemma

283 Seiten, Kt, 29,95 € ISBN 978-3-89670-785-7 Thema: Systemische Therapie und Beratung, Familientherapie und Familienforschung Liebe und Gewalt liegen manchmal nicht weit auseinander. Dazwischen tun sich Spannungsfelder auf, die Paarbeziehungen oder den Kontakt zwischen Eltern und Kindern bestimmen:... Weiterlesen

Liebe und Gewalt liegen manchmal nicht weit auseinander. Dazwischen tun sich Spannungsfelder auf, die Paarbeziehungen oder den Kontakt zwischen Eltern und Kindern bestimmen: zwischen Zuneigung und Ärger, Fordern und Gewährenlassen, Struktur geben und Sichleitenlassen. In diesem Buch stehen weniger die offensichtlichen Formen von Gewalt im Vordergrund, es geht vielmehr um die Grauzonen, Wechselfälle und Übergriffe innerhalb der vier Wände einer Familie, aber auch im Beratungs- bzw. Therapieraum.

Neben den Entstehungsbedingungen und den Erscheinungsformen problematischer, gewaltfördernder Muster liegt das Hauptaugenmerk auf den Hilfestellungen, die Therapeuten und Berater betroffenen Paaren und Familien geben können. Aktuelles Wissen und Arbeitskonzepte zu zentralen Fragen der therapeutischen Praxis werden vorgestellt: Wie ist der Ausstieg aus destruktiven Mustern möglich? Wer kann sich selbst helfen, wann ist staatliches oder behördliches Eingreifen nötig? Welche Rolle spielen die Väter im Hinblick auf die Erziehung und die Entwicklung von Bindung und Moral?

Mit Beiträgen von: Rochelle Allebes, Eia Asen, Ulrike Borst, Ulrich Clement, Anna Flury Sorgo, Franziska Greber, Karin Grossmann, Klaus Grossmann, Bruno Hildenbrand, Ingrid Hülsmann, Rahel Jünger, Cornelia Kranich Schneiter, Andrea Lanfranchi, Dagmar Pauli, Astrid Riehl-Emde, Inge Seiffge-Krenke, Norbert A. Wetzel.

„Wenige Themen polarisieren so stark wie Gewalt in der Familie. Dieses beeindruckende und umfassende Buch hilft, die vielen Facetten der Eskalation zu verstehen. Zugleich bietet es eine in dieser Form beispiellose Beschreibung konkreter Möglichkeiten für die Praxis. Der Ariadnefaden, der allen Betroffenen hilft, das Labyrinth der Gewalt zu verlassen, liegt darin, einseitige Zuschreibungen auf ‚schuldige‘ Akteure zu vermeiden, den Blick auf die Stärken zu bewahren und zugleich der Gewalttätigkeit entschieden entgegenzutreten.“

Prof. Dr. Arist von Schlippe

„Gewalt im Nahbereich ist übersteigerte Konsequenz heftiger Emotionen, die entstehen, wenn Menschen sich in Eskalationen heillos verfangen. Es geht dabei aus systemischer Sicht darum, einseitige und polarisierende Zuschreibungen auf Einzelne zu vermeiden. Denn die Dynamik der Gewalt zieht sich als zunehmend destruktive Interaktion in die Verästelungen eines Kommunikationssystems hinein. Die Akteure brauchen einen Ariadnefaden, der ihnen hilft das Labyrinth zu verlassen. Der Schlüssel, das zeigt dieses Buch, liegt in therapeutischer Klarheit und dem Blick auf die Stärken der Familie.“

Arist von Schlippe

„Gewalt im Nahbereich ist Konsequenz heftiger Eskalationen. Die Dynamik der Gewalt durchdringt ein Kommunikationssystem wie ein Gift. Für Berater gilt es, einseitige und polarisierende Zuschreibungen zu vermeiden, vielmehr braucht es einen Ariadnefaden, der allen hilft, das Labyrinth zu verlassen. Der Schlüssel, das zeigt dieses Buch, liegt in therapeutischer Klarheit und dem Blick auf die Stärken der Familie.“

Arist von Schlippe

„Wenige Themen polarisieren so stark wie Gewalt in der Familie. Das Buch zeigt, wie man einseitige Zuschreibungen auf einzelne Akteure vermeidet und trotzdem handlungsfähig bleibt: Der Schlüssel liegt in therapeutischer Klarheit und dem Blick auf die Stärken der Familie.“Arist von Schlippe

Ulrike Borst

Ulrike Borst, Dr. rer. nat., Fachpsychologin für Psychotherapie und Klinische Psychologie (FSP), Lehrtherapeutin und Lehrende Supervisorin (SG). 1989–2007 in den Psychiatrischen Diensten Thurgau (Schweiz) als Psychotherapeutin, in Oberarztfunktion und als Organisationsentwicklerin beschäftigt. Seit 2006 Leiterin des Ausbildungsinstituts für systemische Therapie und Beratung in Meilen/Zürich. Eigene Praxis für Einzel-, Paar- und Familientherapie in Zürich. Mitherausgeberin der Zeitschrift Familiendynamik. Arbeitsschwerpunkte: systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie, Supervision, Team- und Organisationsentwicklung in der Psychiatrie und in anderen Organisationen des Sozial- und Gesundheitswesens. Veröffentlichungen u. a. „Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen“ (mit Andrea Lanfranchi, 2011).

Andrea Lanfranchi

Andrea Lanfranchi, Fachpsychologe für Psychotherapie (FSP) und für Kinder- und Jugendpsychologie (FSP). Dozent und Forscher an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik, Psychotherapeut in eigener Praxis sowie Lehrtherapeut (SG) und Supervisor beim Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung Meilen/Zürich. Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen und des Editorial Boards der Zeitschrift Familiendynamik. Arbeitsschwerpunkte: Leitung von Studien beim Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu den Themen Migration, Schulerfolg und frühkindliche Bildung. Schwerpunkte in Lehre, Forschung und Beratung sind die Themen Familie, Schule, Erziehung und Migration.

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Bruno Hildenbrand

Bruno Hildenbrand, Prof. i. R. Dr.; war bis zum Eintritt in den Ruhestand 2015 Professor für Sozialisationstheorie und Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich Schiller Universität Jena und bearbeitet jetzt als Gastwissenschaftler an der Universität Kassel ein Projekt über die Bewältigung von Krisen im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen in sozialen Diensten. Bis 2015 war er Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung Meilen in Zürich. Er lebt in Marburg. Veröffentlichungen u. a.: Einführung in die Genogrammarbeit (4. Aufl. 2015), Unkonventionelle Familien in Beratung und Therapie (zus. mit Dorett Funcke, 2009); gemeinsam mit Rosmarie Welter-Enderlin u. a. Herausgeber von Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände (5. Aufl. 2016), Gefühle und Systeme. Die emotionale Rahmung beraterischer und therapeutischer Prozesse (2. Aufl. 2011), Rituale – Vielfalt in Alltag und Therapie (3. Aufl. 2011); mit Ulrike Borst Herausgeber von Zeit essen Seele auf. Der Faktor Zeit in Therapie und Beratung (2012).

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Ulrich Clement

Ulrich Clement, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych.; apl. Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg; Psychologischer Psychotherapeut; Leiter des Instituts für Sexualtherapie Heidelberg; Dozent und Lehrtherapeut der Internationalen Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) e.V.; bekannt sind sein monatliches Interview auf ZEITonline („Wir müssen reden“) und sein Blog „Clements Verkehrsnachrichten“.

Eia Asen

Eia Asen, Prof. Dr. med., FRC Psych., ist Kinder-, Erwachsenen- und Familienpsychiater. Er studierte Medizin in Berlin und lebt und arbeitet seit 40 Jahren in London. Bis 2013 war er Direktor des Marlborough Family Service, eines systemisch orientierten gemeindenahen ambulanten Psychiatrie- und Psychotherapiezentrums. Er arbeitet jetzt am Anna Freud Centre in London und hat auch eine Gastprofessur am University College London. Anfang der 1980er-Jahre absolvierte er eine Familientherapieausbildung bei Salvador Minuchin in Philadelphia, anschließend arbeitete er jahrzehntelang mit dem Mailänder Team, Luigi Boscolo und Gianfranco Cecchin, zusammen. Er unterrichtet in vielen Ländern Europas wie auch auf anderen Kontinenten, schrieb neun Bücher und viele Artikel und Buchkapitel. Als Wissenschaftler haben ihn mehrere große Forschungsprojekte bekannt gemacht, u. a. zur Paartherapie bei Depression, Multifamilientherapie bei Anorexia Nervosa und vehaltensgestörten Kindern sowie jüngst zur mentalisationsbasierten Therapie mit Familien (MBT-F). Veröffentlichung u. a.: „So gelingt Familie“.

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