Es sei völlig normal, dass Kinder lügen! – Mit diesem Satz beruhigt der SZ-Redakteur Sebastian Herrmann sich und alle anderen Eltern, die ihre Kinder unvermeidlich ab und zu beim Schwindeln und Manipulieren erwischen. Das ist in Ordnung, so der Autor in seinem Beitrag, nachgerade ein Zeichen besonderer kognitiver Befähigung, und er beruft sich dabei auf eine Studie der kanadischen Brock University, veröffentlicht im Journal of Experimental Child Psychology .
Die Studie zeige, dass Kinder „im täglichen Umgang mit den kleinen Geschwistern ein gutes Gespür dafür bekommen, was diese wissen, wie manipulierbar sie sind und welche Lüge passend ist, um einen Vorteil zu erzielen. Das ist eine Leistung.“ Der Rat des Autors für besorgte Eltern: Sich entspannen und im Zweifel cleverer sein als die flunkernden und Schokolade mopsenden Kids.
Therese Steiner kennt durchaus Alternativen zu dieser unbesorgten bis resignativen Haltung. In „Jetzt mal angenommen – Anregungen für die lösungsfokussierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ hält die langjährige Weggefährtin von Insoo Kim Berg und Steve de Shazer zunächst fest, dass es die Aufgabe von Eltern sei, Kinder beim Einüben von Wunsch- und Impulskontrolle zu unterstützen. Ein ganzes Kapitel widmet die Pionierin der Lösungsfokussierung dann dem Thema „Wenn Kinder stehlen und lügen“.
Dort ist Folgendes nachzulesen (ab S. 154): „Im Umgang mit dem Stehlen und Lügen … herrscht ein ausgesprochenes Schwarz-Weiß-Denken: Das Kind hat gestohlen oder nicht, es sagte die Wahrheit oder nicht. Dadurch wird die Förderung gerade in diesem Bereich sehr erschwert. Stehlen und lügen tangieren ganz besonderes den Gerechtigkeitssinn in einer Gemeinschaft. Es bewährt sich, die Interventionen nach einem Vorfall zu unterteilen:
Carl-Auer-Literaturtipps:
Therese Steiner: „Jetzt mal angenommen ... Anregungen für die lösungsfokussierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“
Therese Steiner, Insoo Kim Berg: „Handbuch lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern“
Rüdiger Retzlaff: „Einführung in die systemische Therapie mit Kindern und Jugendlichen“
Die Studie zeige, dass Kinder „im täglichen Umgang mit den kleinen Geschwistern ein gutes Gespür dafür bekommen, was diese wissen, wie manipulierbar sie sind und welche Lüge passend ist, um einen Vorteil zu erzielen. Das ist eine Leistung.“ Der Rat des Autors für besorgte Eltern: Sich entspannen und im Zweifel cleverer sein als die flunkernden und Schokolade mopsenden Kids.
Therese Steiner kennt durchaus Alternativen zu dieser unbesorgten bis resignativen Haltung. In „Jetzt mal angenommen – Anregungen für die lösungsfokussierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ hält die langjährige Weggefährtin von Insoo Kim Berg und Steve de Shazer zunächst fest, dass es die Aufgabe von Eltern sei, Kinder beim Einüben von Wunsch- und Impulskontrolle zu unterstützen. Ein ganzes Kapitel widmet die Pionierin der Lösungsfokussierung dann dem Thema „Wenn Kinder stehlen und lügen“.
Dort ist Folgendes nachzulesen (ab S. 154): „Im Umgang mit dem Stehlen und Lügen … herrscht ein ausgesprochenes Schwarz-Weiß-Denken: Das Kind hat gestohlen oder nicht, es sagte die Wahrheit oder nicht. Dadurch wird die Förderung gerade in diesem Bereich sehr erschwert. Stehlen und lügen tangieren ganz besonderes den Gerechtigkeitssinn in einer Gemeinschaft. Es bewährt sich, die Interventionen nach einem Vorfall zu unterteilen:
- Wiedergutmachung und allfällige Sanktion
- Förderungsprozess
Carl-Auer-Literaturtipps:
Therese Steiner: „Jetzt mal angenommen ... Anregungen für die lösungsfokussierte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“
Therese Steiner, Insoo Kim Berg: „Handbuch lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern“
Rüdiger Retzlaff: „Einführung in die systemische Therapie mit Kindern und Jugendlichen“