Formen

Bücher sind Rorschach-Tests. Das merkt man als Autor, wenn die eigenen Bücher von Lesern kritisiert werden (was ja vollkommen okay) ist, wegen irgendwelcher Inhalte, die nicht drin stehen (was nicht zu verhindern, aber schmerzlich ist).

So hat Ralf Seydel auf einem Video (Youtube) ein schönes Bild dreier sich überschneidender Kreise gemalt und behauptet, in meinem Buch "Formen" würde ich schreiben, die drei autpoietischen Systeme Organismus, Psyche und soziale(s) System(e) würden sich überschneiden. Dabei habe ich doch wirklich - um den Begriffsstutzigsten von dieser Idee abzuhalten - Dutzende von Kreisen in mein Buch gezeichnet, von denen kein einziger sich mit einem anderen überschneidet. Die Kopplung von autopoietischen Systemen ist überhaupt nur nötig, weil sie sich nicht überschneiden, sondern füreinander Umwelten darstellen. Hier widerspricht Herr Seydel einer Behauptung, die ich nicht erhoben habe und die allem widerspricht, was ich geschrieben habe.

Lieber Herr Seydel: Vielleicht sollten Sie das Buch doch mal lesen. Und dann sind Sie herzlich eingeladen, Ihre sachlichen Argumente im Formen-Blog zu deponieren, wo ich auch gegebenenfalls Verstehenshilfe leiste bzw. mich meiner Irrtümer und Fehlschlüsse überführen lasse...

Aber für diejenigen, die gern etwas Kritisches über das Buch und den Carl-Auer-Verlag und andere seiner Autoren hören wollen, hier der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=zKMM4mS9PBw

p.s.: Habe den Beitrag etwas geändert, da ich Ralf Seydel mit einem anderen Herrn Seydel verwechselt habe (d.h. aus der Anrede "Du" ein "Sie" gemacht), bei dem mich sehr gewundert hätte, wenn er das Buch in gleicher Weise (nicht) gelesen hätte.

pps: Angeregt durch diesen Ralf Seydel (Stefan Seydel: bitte um Entschuldigung für die Verwechslung) und seine Kommentare, die beispielhaft dafür sind, dass Leute - typischim Internet heute - ohne die geringste Ahnung von dem zu haben, worüber sie schreiben, irgendwelche Kommentatoren bzw. ihren Senf zu jedem Thema absondern, habe ich den Formen-Blog (siehe auf der Website des Carl-Auer-Verlags bzw. der Carl-Auer-Akademie: www.formen-blog.de) ein wenig aufgeräumt und Beiträge, die nichts mit dem jeweiligen Thema zu tun haben, entsorgt... Also: Es kann wieder diskutiert werden, ohne dauernd über Müll zu stolpern.