Filmfestspiele/ The Operative

Ich bin ja obsessiver Kinogänger. Daher sollten die Berliner Fillmfestspeile eigentlich für mich den Höhepunkt des Jahres darstellen. Was die Freude einschränkt, ist, dass ich es hasse Schlange zu stehen, um Karten zu bekommen. Aber es gibt offenbar Menschen, die das gern tun - vielleicht, um in Kontakt mit der Bevölkerung zu kommen, die Solidarität einer Schicksalsgemeinschaft zu teilen, die unverbindliche Nähe und den spontanen Witz von Leidensgenossen zu erleben... Trotz dieser Bedenken, war ich heute bei einem Film: The Operative.

Es ist ein - wie ich finde - sehenswerter antiisraelischer Spionagefilm, der nicht den üblichen Schwarz-weiß-gut-böse-Klischees in Bezug auf die Hauptpersonen (wenn auch einigen anderen) folgt. Auf jeden Fall sehr spannend. Er wird sicher Fall in die Kinos kommen, wo man ihn dann wohl auch - wenn man will - synchronisiert und, vor allem, auch billiger als bei der Berlinale (13 Euro Eintritt) sehen kann.

Wie kann man gegen Israel sein, wenn aus Israel solch gute antiisraelische Filme kommen?
Aber eigentlich sagt der Film gar nichts über Israel, sondern nur über die skrupellosen Methoden von Geheimdiensten - und da dürfte es keine nationalen Unterschiede geben...