Deutsch-Fühl-Stunde

Erst im Ausland merkt man, dass man deutsch ist.

Auch wenn man den Urlaub im Ausland liebt und sich als Weltbürger fühlt, genießt man nicht selten die heimatlichen Klänge, die heimatlichen Genüsse, die heimatlichen Gewohnheiten. Fühlt man sich doch wenigstens mal für einen Moment wieder richtig Deutsch. Auf jeden Fall merkt man es dann richtig.

Erinnere mich selbst noch gerne daran, dass ich nach 7 Wochen in Indonesien zufällig in Surabaya auf ein indonesisches Restaurant stieß, das Sauerkraut, Bratwurst und Bratkartoffeln anbot. Ich liebe indonesisches Essen. Aber Sauerkraut nach diesen Wochen der Entbehrung, Sauerkraut so gekocht wie zu Hause, das konnte und wollte ich nicht stehen lassen.

Solche Moment geben vielen Menschen (wieder) das Gefühl deutsch zu sein. Sie fühlen sich erst dann mal wieder richtig, weit weg in der Ferne, in der Fremde deutsch. Begeistert, fast schwärmerisch habe ich nach meinem Aufenthalt in Indonesien von dieser deutschen Mahlzeit berichtet. Fühlte ich mich doch damals neugierig auf das Fremde und richtig deutsch.

Fremden, die es in ihrer Not nach Deutschland verschlagen hat, geht es bestimmt ähnlich. Mit einem kleinen Unterschied, dass ich damals die Wahl hatte und die Fremden in Deutschland heute nicht.