lieferbar
Verfügbare Medien
Elisabeth Wehling, George LakoffListe aller Autoren

Auf leisen Sohlen ins Gehirn

Politische Sprache und ihre heimliche Macht

ISBN 978-3-8497-0141-3 191 Seiten, Kt, 4., erw. Aufl. 2016. Aufl. Erscheinungsdatum 22.04.2016
  • Das kleine, schlaue Politikhandbuch zum Wahljahr 2008

  • Das erste Buch, dass dem Leser einen Einblick in sein "politisches Gehirn" gewährt

  • Neurowissenschaftliche Erkenntnisse über die Macht politischer Sprache

Bitte Medium wählen:
Buch
19,95 €

Dieses Buch ist Teil der Reihe Systemische Horizonte und des Themas Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft

Buchbeschreibung

80 Prozent unseres Denkens bleiben unbewusst und werden durch Metaphern und Deutungsrahmen geprägt. Unser vermeintlich freies Denken wird durch diejenigen beeinflusst, die bewusst bestimmte Metaphern in die öffentliche Diskussion einführen. Diesen „heimlichen Macht-Habern“ sind George Lakoff und Eva Elisabeth Wehling auf der Spur: Welcher Sprache bedienen sich Politiker in öffentlichen Debatten, um in den Köpfen der Menschen die gewünschte „Wirklichkeit“ entstehen zu lassen? In lebhaften Gesprächen klären die beiden Wissenschaftler anhand von Sprachschöpfungen wie „Krieg gegen den Terror“ oder „Achse des Bösen“, wie Menschen denken, wie solche Denkstrukturen unser Gehirn auch physisch verändern und wie wir die Welt begreifen. Dabei werfen sie ein völlig neues Licht auf Fragen der politischen Identität, der Moral und religiöser Werte oder der Rolle von Medien und Berichterstattern. Als Leser lernt man so die Mechanismen seines eigenen politischen Denkens, Sprechens und Handelns besser kennen. Man erfährt, wie stark und gleichzeitig subtil die eigenen politischen Einstellungen durch Metaphern bestimmt sind und was nötig ist, um sich davon zu befreien. „Die Komplexität der behandelten Themen aus der kognitiven Linguistik, in der Lakoff die Weltspitze darstellt, haben ihn nicht daran gehindert, sich in einer kristallenen Prosa auszudrücken, ohne Fachausdrücke und mit solide begründeter Argumentation. Dies ermöglicht es Wissenschaftlern aus anderen Disziplinen und dem allgemeinen Publikum gleichermaßen, die behandelten Fragen zu verstehen, deren philosophische Tragweite zu erkennen und schließlich die Inhalte zu würdigen.“ aus der Laudatio zur Verleihung des Premio Giulio Preti per il dialogo fra scienza e democrazia 2007 an George Lakoff

Auszeichnungen und Stimmen

„Wer diese bestechend klare Analyse gelesen hat, der begreift die Alltäglichkeit sprachlicher Manipulation, und er wird sensibel für den Gebrauch von Metaphern und scheinbar unschuldigen Redewendungen, die unser Denken, unser Handeln und unsere Welt verändern.“ - Bernhard Pörksen

„In lebendigem Gespräch gewähren uns George Lakoff und Elisabeth Wehling einen Blick in unser ‚politisches Gehirn‘." - Freimut Duve

"Gewiss, Lakoffs etwas schematische Dichotomie der zwei Ethiken - jene vom „strengen Vater“ und vom „sorgenden Elternteil“ - hat selbst ihre fragwürdigen Seiten: Beide Ethiken sind von Familienmodellen inspiriert, und auch wenn das eine sympathischer ist als das andere, so ist es doch eines des paternalistischen Kümmerns der Erwachsenen um die unreifen Kleinen, weshalb schon gefragt werden muss, ob es die optimale Metapher für eine Gesellschaft gleichberechtigter Bürger ist. Aber alles in allem ist Lakoffs Modell extrem inspirierend.“ - Die Tageszeitung

"Zweifellos der einflussreichste Beitrag zur Metapherntheorie der letzten Jahrzehnte." - literaturkritik.de

Autoren

Elisabeth Wehling

Elisabeth Wehling, Ph. D., nach dem Studium der Soziologie, Journalistik und Linguistik an der Universität Hamburg, der Università degli Studi La Sapienza in Rom und der University of California, Berkeley, heute Forschung am International Computer Science Institute und der University of California, Berkeley. Arbeitsbereiche: Kognitive Wissenschaft und Linguistik; Schwerpunkte: Einfluss von Sprache auf politisches Denken und Handeln, Ideologie- und Werteforschung. Veröffentlichung u. a.: „Politisches Framing“ (2016).

Homepage von Elisabeth Wehling »
George Lakoff

George Lakoff, Ph. D.; nach Stationen an der Harvard University und der University of Michigan heute Professor für kognitive Wissenschaft und Linguistik an der University of California, Berkeley und Kodirektor des „Neural Theory of Language Project“ am dortigen International Computer Science Institute. Mitglied des Center for Advanced Study in Behavioural Sciences und des Santa Fe Institute. Zahlreiche Publikationen, darunter das Standardwerk „Leben in Metaphern“ (zus. mit Mark Johnson, 8. Aufl. 2014).

Für das Buch zur Verfügung gestelltes Zusatzmaterial.

Eigene Bewertung schreiben
Lesermeinung schreiben

Bücher von George Lakoff

Weitere Werke aus Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft

© 2019 Carl-Auer-Systeme Verlag und Verlagsbuchhandlung GmbH