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Ängste von Kindern und Jugendlichen

Angststörungen gehören im Kindes- und Jugendalter zu den häufigsten psychischen Störungen. Fast jedes zehnte Kind leidet daran, und es gilt als erwiesen, dass sich Angststörungen nicht „von alleine auswachsen“. Wilhelm Rotthaus stellt in diesem Buch ein systemtherapeutisches Krankheitsverständnis sowie die systemische Psychotherapie der Angststörungen im Kindes- und Jugendalter dar. Nutzen und Gefahren einer Störungsorientierung werden ebenso diskutiert wie die Vor- und Nachteile diagnostischer Klassifikationen. Vor allem aber werden systemische Methoden und Interventionen vorgestellt, die sich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen anbieten. Sie versprechen eine hohe und anhaltende Wirksamkeit und ermöglichen zudem einen humorvoll-heiteren Umgang auch mit ernsten Problemen.
ISBN 978-3-8497-0069-0 Mit einem Vorwort von Michael Borg-Laufs 230 Seiten, Kt, 2015. Aufl. Erscheinungsdatum 15.03.2015
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Dieses Buch ist Teil der Reihe Störungen systemisch behandeln und der Themen Kinder- und Jugendlichentherapie und Psychiatrie

Buchbeschreibung

Angststörungen gehören im Kindes- und Jugendalter zu den häufigsten psychischen Störungen. Fast jedes zehnte Kind leidet daran, und es gilt als erwiesen, dass sich Angststörungen nicht „von alleine auswachsen“. Wilhelm Rotthaus stellt in diesem Buch zunächst aktuelle Erkenntnisse aus Neurobiologie, Evolutionsbiologie und Physiologie zu Angst und Angststörungen zusammenfassend dar. Es folgt eine Übersicht über die wichtigsten Risikofaktoren sowie das Störungsverständnis und die Therapieansätze der verschiedenen Psychotherapieverfahren. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung eines systemtherapeutischen Krankheitsverständnisses und der systemischen Psychotherapie der Angststörungen im Kindes- und Jugendalter. Nutzen und Gefahren einer Störungsorientierung werden ebenso diskutiert wie die Vor- und Nachteile diagnostischer Klassifikationen. Vor allem aber wird ein breites Spektrum systemischer Methoden ausgebreitet, die sich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen anbieten. Sie versprechen eine hohe und anhaltende Wirksamkeit und ermöglichen zudem einen humorvoll-heiteren Umgang auch mit ernsten Problemen.

Auszeichnungen und Stimmen

„Methodisch stellt Wilhelm Rotthaus ein breites Spektrum vor, sodass einzelfallorientiert die hilfreichsten Methoden ausgewählt werden können. Die unter Berücksichtigung allgemeinpsychologischer Erkenntnisse differenziert herausgearbeitete systemische Perspektive kann dazu beitragen, mehr Betroffenen besser zu helfen.“
Prof. Dr. Michael Borg-Laufs

„Eine gute Auffrischung für ausgebildete Systemiker/-innen und gleichzeitige eine gute Einführung für interessierte Anfänger/-innen in der systemischen Denkwelt.“
Dr. Kirsten Oleimeulen, socialnet, 8/2015
http://www.socialnet.de/rezensionen/18336.php


„Ein begründetes, gut lesbares und praktisch anregendes Kompendium systemischer Hilfen im Fall von Ängsten bei Kindern und Jugendlichen.“
Wolfgang Loth, Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung (ZSTB), Jg. 33 (4), Oktober 2015

"Wenn mich jemand nach einem modernen guten Buch zum Thema Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen fragen würde, würde ich ohne zu zögern dieses Buch empfehlen. Profitieren können davon Psychologen, Psychotherapeuten verschiedener Richtungen, Sonderpädagogen, Lerntherapeuten, möglicherweise auch engagierte Lehrpersonen." - SGVT

"Mit der Reihe „Störung systemisch behandeln“ nehmen die beiden Herausgeber Lieb und Rotthaus den Handschuh auf, der gelegentlich ins systemische Feld geworfen wird und gehen mit offenem Visier mit dem nicht besonders systemischen Begriff „Störung“ um. Der dritte Band in dieser Reihe „Ängste von Kindern und Jugendlichen“ behandelt ein Thema, dass in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie allgegenwärtig ist. Es wurde schon sehr viel darüber geschrieben, sodass man meinen könnte, es sei schon alles gesagt.
Weit gefehlt! Mit diesem kurzweiligen, spannend geschriebenen und sehr fundiert recherchierten Werk gelingt dem Autor in zehn Kapiteln der Spagat zwischen der Störungsbeschreibung und der systemischen Bedeutung des Umgangs damit. Einleitend betont der Autor die Bedeutung des Angstgefühls und nähert sich in den ersten Kapiteln dem Angstbegriff, seinen spezifischen Formen und seiner Symptomatik, von den Phobien bis zu den Albträumen. Dabei kommt auch die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken einer solchen Diagnose nicht zu kurz, eingebettet in verschiedene systemische Fragen, die beim Verhandeln derselben dienen können, z.B. zirkuläre oder lösungsorientierte Fragen. Er vertieft somit nicht erneut die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Diagnosen, sondern beschreibt diese als gemeinsamer Nenner für alle, die sich mit der Angststörung befassen.
Besonders eindrucksvoll gelingt ihm der Blick hinter die Störung, womit er sich auch von der Linearität der Ursachenforschung absetzt. Rotthaus betont auch, dass die Neurobiologie der Angststörung nicht nur dazu da ist, die Sinnhaftigkeit einer medikamentösen Behandlung zu untermauern, sondern vor allem deutlich macht, dass auch Psychotherapie neurobiologisch fundiert ist und dort Veränderungen erzeugt. Indem er sich auch mit der Herkunft der verschiedenen Störungsbegriffe auseinandersetzt („Alben (Elfen) waren in der germanischen Mythologie für die (schlechten) Träume zuständig …“; S. 51), schafft er es immer wieder Wissenswertes mit bereits Bekanntem zu verknüpfen und so das Lesen eines Fachtextes mit diesen Elementen in einen kontinuierlich spannenden Exkurs zu verwandeln. Als Zuwanderin in den Nordwesten hat mich natürlich sehr beeindruckt, dass sogar die ostfriesischen Kirchenbücher bemüht wurden, um die Angststörung in ihren Auswirkungen aus historischer Sicht zu beschreiben. Im 6. Kapitel werden das Störungsverständnis, sowie die Therapieansätze aus psychodynamischer, aus gestalttherapeutischer, aus personenzentrierter, aus verhaltenstherapeutischer, aus bindungs- und schematherapeutischer Sicht dargestellt, um anschließend das systemische Störungsverständnis zu erläutern. Dieses wird anhand der unterschiedlichen Bedeutungen, die die Angststörungen aus systemischer Sicht haben kann, sehr umfassend gemacht.
Am interessantesten erscheint der Ansatz die Angst als Signal für anstehende (familiäre) Entwicklungsprozesse zu verstehen. Im Kapitel der systemischen Therapie der Angststörung wird auf über 100 Seiten die Vielfalt der Therapiemöglichkeiten dargestellt, so auch ein Unterkapitel zur systemischen Hypothesenbildung. Der Stellenwert der Hypothese im systemischen Denken ist vergleichbar mit dem der Diagnose. Da wir zwangsläufig Hypothesen bilden sobald wir einem Patienten begegnen, kommen wir nicht umhin uns mit diesen Hypothesen kritisch auseinanderzusetzen.Es werden ansonsten alle entscheidenden systemischen Entwicklungen der vergangenen Dezennien neutral nebeneinander dargestellt. Hervorzuheben ist die anschauliche und praktische Darstellung durch viele kurze oder auch längere Fallvignetten. Dazu werden Bezüge zur Literatur hergestellt, die zu weiteren Perspektiverweiterung einladen. So ganz nebenbei erfährt man dann, dass auch Goethe es mit einer Angststörung zutun hatte. Der therapeutische Teil ist von sehr viel Praktischem, für den therapeutischen Alltag sehr Nutzbarem versehen. Zum Abschluss folgt ein sehr kurzer Abschnitt zur medikamentösen Therapie. Mit dem Buch hat Wilhelm Rotthaus die Messlatte für die weiteren Bände der Reihe sehr hoch gelegt. Es wäre zu wünschen, dass alle Bände das Niveau, die praktische Umsetzbarkeit und die Lesbarkeit dieses 3. Bandes erreichen." - Prof. Caby

"Das Buch gibt allen Therapeuten, die in der Praxis mit Angststörungen im pädiatrischen Bereich zu tun haben, umfassende Einblicke in die Grundlagen und therapeutischen Maßnahmen." - Juliane Betschart

"Indem Rotthaus die klinischen Erscheinungsbilder der Angststörung darstellt, will er zeigen, wie die systemische Perspektive gegenüber einem herkömmlichen Krankheitsverständnis zu alternativen Bewertungen führt. Über das Verstehen der beziehungsregulierenden Funktion der Symptome können Betroffene zur Auflösung ihrer Problemsicht kommen, Musterveränderungen herbeiführen und sich als verantwortlich Handelnde begreifen." - Kontext

Autoren

Wilhelm Rotthaus

Wilhelm Rotthaus, Dr. med., hat neben dem Studium der Medizin in Freiburg, Paris und Bonn und dem der Musik in Köln Ausbildungen in klientenzentrierter Gesprächstherapie, klientenzentrierter Spieltherapie und Systemtherapie absolviert. Von 1983 bis 2003 war er Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Rheinischen Kliniken Viersen. Buchveröffentlichungen u. a.: „Wozu erziehen“ (7. Aufl. 2010), „Systemische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ (4. Aufl. 2013), „Ängste von Kindern und Jugendlichen“ (2015), „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“ (2017) „Schulprobleme und Schulabsentismus“ (2019), „Ängste von KIndern und Jugendlichen. Erkennen, verstehen, lösen“ (2020).

Videos

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