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Fritz B. SimonListe aller Autor:innen

Stalin und der Apparat

Die Organisation der Diktatur und die Psyche des Diktators

Wie Diktaturen entstehen.
ISBN 978-3-8497-0489-6 262 Seiten, Kt, 2023. Aufl. Erscheinungsdatum 27.03.2023
  • konsequente Fokussierung auf die Wechselbeziehung zwischen psychischen und sozialen Prozessen

  • hochaktuelle praktische Anwendung abstrakter systemtheoretischer Modelle

  • Aufarbeitung von Geschichte zwecks Anwendung/Warnung für die Gegenwart

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Dieses Buch ist Teil der Reihe Systemische Horizonte und des Themas Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft

Buchbeschreibung

Das Wiederentstehen autoritärer Gesellschaften lässt die Frage aufkommen, welche Bedeutung die Persönlichkeit von Politikern wie Putin, Orban oder Trump für diese Entwicklung hat. Die allgemeinere Frage dahinter lautet: Passen sich soziale Systeme eher psychischen Strukturen an, oder ist es umgekehrt? Fritz B. Simon studiert ein lehrreiches Beispiel: Stalin und die Sowjetunion. Sein Buch verbindet drei thematische Stränge: die Lebensgeschichte Stalins in ihrem historischen Kontext; die Dynamik der zum jeweiligen Zeitpunkt für ihn relevanten sozialen Systeme; und die psychische Entwicklung Stalins zur beschriebenen Zeit. Für die Analyse der sozialen Systeme, deren Mitglied Stalin war – von der Familie bis zum Staat –, zieht Simon Konzepte der Familienforschung und der soziologischen Systemtheorie heran. Die Analyse von Stalins psychischer Entwicklung ruht auf psychoanalytischen Konzepten. Dieser methodische Doppelzugang deckt eine Koevolution auf, die zu einer schrecklichen Diktatur mit einem der grausamsten Diktatoren der Weltgeschichte führte. Stalin und die UdSSR erweisen sich dabei als Lehrstück, das einen sehr erhellenden Blick auf die Gegenwart eröffnet.

Auszeichnungen und Stimmen

"Die Ergebnisse von Simons Studien sind brisant und hochaktuell, aufschlussreich und lehrreich. In dieser Art wohl einzigartig. Aus der Geschichte lernen, dafür liefert die Publikation eine hervorragende Grundlage. Schade, dass dies so wenige so wenig tun.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, das für Politikinteressierte, Politiker und Geschichtslehrkräfte sowie Geschichtsstudenten obligatorisches Studienmaterial sein sollte.“ – Jochen Vatter

"(...) dann wurde es zunehmend spannend und begann mich zu faszinieren, aber auch zu gruseln, wie Fritz B. Simons systemischer Blick auf die Entwicklung Stalins im Vorfeld, während und nach der Oktoberrevolution die Koevolution der individuellen Psyche und der Strukturen und Dynamiken der Organisation(en) und des ( Staats-)Apparats aufdeckt. (...)
Endgültig den Schlaf raubte mir, wie gerade die Grausamkeit nicht ein hingenommener Kollateralschaden der Machtergreifung, sondern ein zentrales und systematisch eingesetztes Mittel der Machtzentrierung und -Steigerung war - und vermutlich heute noch ist. Die täglichen Nachrichten über die Ukraine wie auchRussland selbst geben diesen Schilderungen eine erschreckende Aktualität. (...)
Diese Ebene raubte mir zunehmend den Schlaf und ich konnte gar nicht aufhören mit Lesen! Die andere Ebene sind die Bezüge, die Fritz B. Simon immer wieder zu aktuellen Themen und Phänomenen in Organisationen und Gruppen herstellt. Diese regen an und wecken die Aufmerksamkeit für Machtprozesse in diesen Sozialformen. Wer obsiegt in der Konkurrenz um Status und Karriere in Organisationen oft und nahezu unbemerkt von den Konkurrenten? Welche Rolle spielt die gruppale Struktur einer Bewegung und die in ihr dominierende personorientierte Kommunikationsform beim Machtgewinn Einzelner?
Welche Wirkung hat es, wenn die vorrangige Kommunikationsform in einer Organisation personorientiert ist? Was passiert, wenn die Sozialdimension die Sachdimension dominiert? Welche Kommunikationsstruktur begünstigt den Machtgewinn eines Einzelnen? Befördert ein Pseudo-Konsens-Muster autoritärdiktatorische Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Größe eines Entscheidungsgremiums bei der Entwicklung autoritärer Strukturen? Wie gefährlich ist die Tolerierung von Gewalt? Schützt Ideologie den Diktator? Welche Funktion haben die Inszenierung und Idealisierung der Person des Führers als Held für seine Machtposition und welche Rolle spielt dabei sein Narzissmus?(…)
Zudem lege ich jedem, der sich mit dem aktuellen Krieg von Putins Russland mit der Ukraine auseinandersetzen und eine eigene Position gewinnen will, dieses Buch ans Herz - auch wenn es dieses manches Mal fast zerreißt.“ – Monika Stützle-Hebel

"Simon liefert ein sehr spannendes Beispiel dafür, was eine systemische Analyse kann und er ermöglicht einen Durchblick, der viel erhellender ist als ein ganzer Schrank voller Geschichtsbücher.“ – personalmagazin - neues lernen

„Es ist faszinierend zu lesen, wie Simon die Biographie Stalins erzählt, seine psy­chische ( und psychopathologische) Ent­wicklung beleuchtet und wie der Autor in einem gleichzeitig vollzogenen Schritt den Aufbau des diktatorischen Apparates nachzeichnet. [...] Das Buch ist für einen breiten Leser­kreis interessant: für all jene Leser:innen, die sich zeitgeschichtlich für die Biogra­phie und das Psychogramm eines Dikta­tors interessieren und für jene, die mehr wissen wollen über Funktionen und Me­chanismen (politischer) Massenbewegun­gen und ihre Manipulationsdynamik.“ – Dr. med. Mabuse

Autor:innen

Fritz B. Simon

Fritz B. Simon, Dr. med., Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke; Systemischer Organisationsberater, Psychiater, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut; Mitbegründer der Simon Weber Friends Systemische Organisationsberatung GmbH. Autor bzw. Herausgeber von ca. 300 wissenschaftlichen Fachartikeln und 34 Büchern, die in 15 Sprachen übersetzt sind, u. a.: Der Prozeß der Individuation (1984), Die Sprache der Familientherapie (1984, mit Helm Stierlin und Ulrich Clement), Lebende Systeme (1988), Unterschiede, die Unterschiede machen (1988), Meine Psychose, mein Fahrrad und ich (1990), Radikale Marktwirtschaft (1992, mit CONECTA), Die andere Seite der Gesundheit (1995), Die Kunst, nicht zu lernen (1997), Zirkuläres Fragen (1999, mit Christel Rech-Simon), Tödliche Konflikte (2001), Die Familie des Familienunternehmens (2002), Gemeinsam sind wir blöd!? (2004), Mehr-Generationen-Familienunternehmen (2005, mit Rudi Wimmer und Torsten Groth), Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus (2006), Einführung in die systemische Organisationstheorie (2007), Einführung in die systemische Wirtschaftstheorie (2009), Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Systemische Aspekte des Fußballs (2009), Einführung in die Systemtheorie des Konflikts (2010), „Zhong De Ban“ oder: Wie die Psychotherapie nach China kam (2011, mit Margarete Haas-Wiesegart und Zhao Xudong), Einführung in die Theorie des Familienunternehmens (2012), Wenn rechts links ist und links rechts (2013), Einführung in die (System-)Theorie der Beratung (2014), Formen. Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen (2018), Anleitung zum Populismus oder: Ergreifen Sie die Macht! (2019), Der Streit ums Nadelöhr. Körper, Psyche, Soziales, Kultur. Wohin schauen systemische Berater? (2019, mit Jürgen Kriz), Lockdown: Das Anhalten der Welt (2020, mit Heiko Kleve und Steffen Roth), Formen (reloaded). Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen (2022).

Homepage von Fritz B. Simon »

Für das Buch zur Verfügung gestelltes Zusatzmaterial.

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Buchbeschreibung

Das Wiederentstehen autoritärer Gesellschaften lässt die Frage aufkommen, welche Bedeutung die Persönlichkeit von Politikern wie Putin, Orban oder Trump für diese Entwicklung hat. Die allgemeinere Frage dahinter lautet: Passen sich soziale Systeme eher psychischen Strukturen an, oder ist es umgekehrt? Fritz B. Simon studiert ein lehrreiches Beispiel: Stalin und die Sowjetunion. Sein Buch verbindet drei thematische Stränge: die Lebensgeschichte Stalins in ihrem historischen Kontext; die Dynamik der zum jeweiligen Zeitpunkt für ihn relevanten sozialen Systeme; und die psychische Entwicklung Stalins zur beschriebenen Zeit. Für die Analyse der sozialen Systeme, deren Mitglied Stalin war – von der Familie bis zum Staat –, zieht Simon Konzepte der Familienforschung und der soziologischen Systemtheorie heran. Die Analyse von Stalins psychischer Entwicklung ruht auf psychoanalytischen Konzepten. Dieser methodische Doppelzugang deckt eine Koevolution auf, die zu einer schrecklichen Diktatur mit einem der grausamsten Diktatoren der Weltgeschichte führte. Stalin und die UdSSR erweisen sich dabei als Lehrstück, das einen sehr erhellenden Blick auf die Gegenwart eröffnet.

Auszeichnungen und Stimmen

"Die Ergebnisse von Simons Studien sind brisant und hochaktuell, aufschlussreich und lehrreich. In dieser Art wohl einzigartig. Aus der Geschichte lernen, dafür liefert die Publikation eine hervorragende Grundlage. Schade, dass dies so wenige so wenig tun.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, das für Politikinteressierte, Politiker und Geschichtslehrkräfte sowie Geschichtsstudenten obligatorisches Studienmaterial sein sollte.“ – Jochen Vatter

"(...) dann wurde es zunehmend spannend und begann mich zu faszinieren, aber auch zu gruseln, wie Fritz B. Simons systemischer Blick auf die Entwicklung Stalins im Vorfeld, während und nach der Oktoberrevolution die Koevolution der individuellen Psyche und der Strukturen und Dynamiken der Organisation(en) und des ( Staats-)Apparats aufdeckt. (...)
Endgültig den Schlaf raubte mir, wie gerade die Grausamkeit nicht ein hingenommener Kollateralschaden der Machtergreifung, sondern ein zentrales und systematisch eingesetztes Mittel der Machtzentrierung und -Steigerung war - und vermutlich heute noch ist. Die täglichen Nachrichten über die Ukraine wie auchRussland selbst geben diesen Schilderungen eine erschreckende Aktualität. (...)
Diese Ebene raubte mir zunehmend den Schlaf und ich konnte gar nicht aufhören mit Lesen! Die andere Ebene sind die Bezüge, die Fritz B. Simon immer wieder zu aktuellen Themen und Phänomenen in Organisationen und Gruppen herstellt. Diese regen an und wecken die Aufmerksamkeit für Machtprozesse in diesen Sozialformen. Wer obsiegt in der Konkurrenz um Status und Karriere in Organisationen oft und nahezu unbemerkt von den Konkurrenten? Welche Rolle spielt die gruppale Struktur einer Bewegung und die in ihr dominierende personorientierte Kommunikationsform beim Machtgewinn Einzelner?
Welche Wirkung hat es, wenn die vorrangige Kommunikationsform in einer Organisation personorientiert ist? Was passiert, wenn die Sozialdimension die Sachdimension dominiert? Welche Kommunikationsstruktur begünstigt den Machtgewinn eines Einzelnen? Befördert ein Pseudo-Konsens-Muster autoritärdiktatorische Entwicklungen? Welche Rolle spielt die Größe eines Entscheidungsgremiums bei der Entwicklung autoritärer Strukturen? Wie gefährlich ist die Tolerierung von Gewalt? Schützt Ideologie den Diktator? Welche Funktion haben die Inszenierung und Idealisierung der Person des Führers als Held für seine Machtposition und welche Rolle spielt dabei sein Narzissmus?(…)
Zudem lege ich jedem, der sich mit dem aktuellen Krieg von Putins Russland mit der Ukraine auseinandersetzen und eine eigene Position gewinnen will, dieses Buch ans Herz - auch wenn es dieses manches Mal fast zerreißt.“ – Monika Stützle-Hebel

"Simon liefert ein sehr spannendes Beispiel dafür, was eine systemische Analyse kann und er ermöglicht einen Durchblick, der viel erhellender ist als ein ganzer Schrank voller Geschichtsbücher.“ – personalmagazin - neues lernen

„Es ist faszinierend zu lesen, wie Simon die Biographie Stalins erzählt, seine psy­chische ( und psychopathologische) Ent­wicklung beleuchtet und wie der Autor in einem gleichzeitig vollzogenen Schritt den Aufbau des diktatorischen Apparates nachzeichnet. [...] Das Buch ist für einen breiten Leser­kreis interessant: für all jene Leser:innen, die sich zeitgeschichtlich für die Biogra­phie und das Psychogramm eines Dikta­tors interessieren und für jene, die mehr wissen wollen über Funktionen und Me­chanismen (politischer) Massenbewegun­gen und ihre Manipulationsdynamik.“ – Dr. med. Mabuse

Autor:innen

Fritz B. Simon

Fritz B. Simon, Dr. med., Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke; Systemischer Organisationsberater, Psychiater, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut; Mitbegründer der Simon Weber Friends Systemische Organisationsberatung GmbH. Autor bzw. Herausgeber von ca. 300 wissenschaftlichen Fachartikeln und 34 Büchern, die in 15 Sprachen übersetzt sind, u. a.: Der Prozeß der Individuation (1984), Die Sprache der Familientherapie (1984, mit Helm Stierlin und Ulrich Clement), Lebende Systeme (1988), Unterschiede, die Unterschiede machen (1988), Meine Psychose, mein Fahrrad und ich (1990), Radikale Marktwirtschaft (1992, mit CONECTA), Die andere Seite der Gesundheit (1995), Die Kunst, nicht zu lernen (1997), Zirkuläres Fragen (1999, mit Christel Rech-Simon), Tödliche Konflikte (2001), Die Familie des Familienunternehmens (2002), Gemeinsam sind wir blöd!? (2004), Mehr-Generationen-Familienunternehmen (2005, mit Rudi Wimmer und Torsten Groth), Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus (2006), Einführung in die systemische Organisationstheorie (2007), Einführung in die systemische Wirtschaftstheorie (2009), Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Systemische Aspekte des Fußballs (2009), Einführung in die Systemtheorie des Konflikts (2010), „Zhong De Ban“ oder: Wie die Psychotherapie nach China kam (2011, mit Margarete Haas-Wiesegart und Zhao Xudong), Einführung in die Theorie des Familienunternehmens (2012), Wenn rechts links ist und links rechts (2013), Einführung in die (System-)Theorie der Beratung (2014), Formen. Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen (2018), Anleitung zum Populismus oder: Ergreifen Sie die Macht! (2019), Der Streit ums Nadelöhr. Körper, Psyche, Soziales, Kultur. Wohin schauen systemische Berater? (2019, mit Jürgen Kriz), Lockdown: Das Anhalten der Welt (2020, mit Heiko Kleve und Steffen Roth), Formen (reloaded). Zur Kopplung von Organismus, Psyche und sozialen Systemen (2022).

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